Mit dem Klapprad in die Kälte

Ein Mifa Klapprad aus der DDR,  ein Gang und ein eiserner Vorhang. Mehr braucht es nicht, um 8500 Km in Angriff zu nehmen.

Tim Moore berichtet in seinem neuen Buch von seinen Reiseerlebnissen auf dem Iron Curtain Trail mit dem Klapprad . Dieses Buch hat unserer Klappradbewegung noch gefehlt.

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Wer auf britischen Humor und alte Klappräder steht, wird von diesem „schrägen“ Buch begeistert sein. Auf die Idee, mit einem alten DDR-Klapprad 8500 Kilometer von Finland bis nach Bulgarien zu fahren, kommt nicht jeder. Der Leser erhält zwar keine Packlisten und keine praktischen Umsetzungsanleitungen. Dafür müsste das Buch doppelt soviele Seiten haben und wäre nur halb so lustig. Jedoch beschreibt Moore unzählige skurrile Erlebnisse, historische Hintergründe und interessante Einblicke in seine jeweiligen Stimmungslagen. Ein durch und durch ehrliches, authentisches Buch, bei dem man mal nicht den Eindruck hat, dass dem Autor die Phantasie durchgegangen ist. Bücher über Reiseerlebnisse in fernen Ländern gibt es zuhauf. Oft sind diese eintönig verfasst und verleiden einem die Lust am Lesen. Bei Tim Moore merkt man aber von der ersten bis zur letzten Seite, dass hier ein großer Schreiber zugange ist, der wahnwitzige Touren unterhaltsam beschreiben kann. Der nächste Moore steht schon auf meiner Wunschliste.

 

Eine Antwort auf „Mit dem Klapprad in die Kälte“

  1. Wie „abgedreht“ ist das denn?! Mit einem alten DDR-1-Gang-Klapprad am Iron Curtain Trail – und dann noch im Schnee!!!! Da kann ich nur den Radhelm und die Gangschaltung ziehen! 😉 Denn ich bin selber schon einen Teil davon in Mitteleuropa mit meinem 21-Gang-Treckingrad gefahren, habe vor, dieses Jahr den Norden und / oder Süden Europas weiter zu erradeln und will auch darüber veröffentlichen (bin Fachjournalistin im Fahrradbereich). Mich interessiert der Kontakt zu Tim. 🙂 Bravo, !!! 😀

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