Sensation: Kalmit war frühzeitliches Zentrum des Wintersports

Ski St. Martin an der Kalmit entdecktEs berichtet unser Reporter Bernhard Sprung-Schanze aus Dietesfeld:

Endlich wird ein Motto des Kalmit-Klapprad-Cup auch der historischen Bedeutung der Kalmit als frühzeitliches Zentrum des Wintersports gerecht.

In aufopferungsvollen Diskussionen während der Hambacher Jakobus-Kerwe hat sich nämlich herausgestellt, dass die Kalmit einmal wichtiges Zentrum, sozusagen der Eispol unter den Skispringern war.

Aufgrund früher Funde von Fragmenten einer Statue, die als heiliger Martin identifiziert wurde, muss die Heiligenlegende umgeschrieben werden. Der heilige Martin, Namesgeber der am Fuße der Kalmit gelegenen Gemeinde, hält nämlich kein Schwert (zum Zerteilen des Mantels) in der Hand, sondern tatsächlich einen Skistock. Damals benutzte man wegen der noch nicht ausgeprägten Sprungtechniken noch Stöcke zum Skisprung.
Lange konnte sich die Klappeis-Forschung keinen Reim auf die Fragmente machen und (fehl)interpretierte sie als Schwert.
Die Landefläche der Skispringer vermutet man im Gebiet zwischen St. Martin und dem Parkplatz Alsterweiler, also dem Start des Klapprad-Cups. Brems- und Aufschlagspuren legen diese Interpretation nahe.
Mit kühlem Kopf gerechnet, muss die Schanze bzw. der Absprung auf der Kalmit gelegen haben. Wenn die Rennleitung also heutzutage beim Klappeis-Cup von der „Kalmit-Abfahrt“ abrät, ist das eine (ungewollte?) Neuinterpretation der Gründe, die zum frühzeitlichen Skisprung geführt haben. Schon damals soll die Abfahrt steil, vereist und so gefährlich gewesen sein, dass man lieber sprang als rutschte.

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